Thursday, February 23, 2012
   
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Rauchen

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Zuerst zur schlechten, wenn auch nicht zur überraschenden Nachricht. Rauchen und auch passiv Rauchen sind wirklich gesundheitsschädlich und gefährlich. Warum das so ist haben wir in dem folgenden Artikel zusammengetragen:

Der Tabakrauch enthält ca. 4800 Chemikalien, mit vielen krebserzeugenden und giftigen Substanzen.  Darunter sind laut WKO mindesten 250 giftige Substanzen, wovon 70 krebserregend sind.  Die meisten giftigen Substanzen entstehen allerdings erst mit der Verbrennung der Tabakmischung.  Dies ist einer der Hauptgründe warum Passivrauchen so gefährlich ist. Entgegen der landläufigen Meinung, welche meist von Rauchern verbreitet wird, ist passiv rauchen fast genauso schädlich wie aktiv eine Zigarette zu rauchen. Besonders Kinder sind derartigen Belastungen hilflos ausgeliefert. Schlimmer noch, sie sehen es als normal an, dass man im Erwachsenenalter raucht und beginnen meist selbst in der  frühen Jugend mit dem Rauchen, ohne zu wissen, welchen Schaden sie sich selbst und anderen zufügen.

Viele Krankheits- und Todesursachen sind auf die gesundheitsschädigende Wirkung des Tabakrauchs zurückzuführen: Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, chronische Bronchitis und obstruktive Atemwegserkrankungen etc. Schätzungsweise sterben in Österreich etwa 14.000 Personen jährlich an den Folgen des Tabakkonsums. In 90% der Fälle entsteht Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs, Mundhöhlenwucherungen durch Rauchen.

Eine Auswahl der Substanzen zeigt wie gefährlich Rauchen ist:

  • Ammoniak
  • Arsen
  • Benzol
  • Blausäure
  • Blei
  • Cadmium
  • Formaldehyd
  • Kohlenmonoxid
  • Nickel
  • Phenol
  • radioaktive Teilchen

Die meisten rauchenden Eltern würden wahrscheinlich nicht zulassen, ihre Kinder mit derartigen Substanzen in Berührung kommen und würden höchstwahrscheinlich gerichtliche Schritte gegen die Person androhen, welche versucht diese Substanzen in ihrer Wohnung zu lagern.

Besonders einprägsam ist diese Berechnung : Wer beispielsweise 20 Jahre täglich 20 Zigaretten raucht nimmt in seiner Lunge zusätzlich zu den „normalen“ Belastungen, wie Feinstaub, Abgase,… 6 Kg Rauchstaub und ca. einen halben Kübel voll Teer. Man könnte auch sagen, dass jede Zigarette statistisch gesehen 22 min Lebenszeit kostet oder einen knappen Arbeitstag (7,33 Stunden pro Packung).  Im Schnitt sterben Raucher 6-7 Jahre früher. Rauchen verkürzt nicht nur das Leben, sondern verzögert auch den Heilungsprozess (z.B.: bei Knochenbrüchen). Besonders katastrophal ist das Rauchen während der Schwangerschaft.  Die Folgen für die nächste Generation sind unabsehbar und belasten die Kinder oft ihr ganzes Leben.

Verbreitung und Sucht des Rauchens

Studien belegen (siehe Deutschen Krebsforschungszentrum),  dass ärmere Bevölkerungsschichten doppelt so häufig rauchen, wie einkommensstärkere Bevölkerungsschichten. Bei Menschen mit geringer Bildung ist der Anteil der Raucher bis zu viermal höher, als bei Bürgern mit Hochschulabschluss.

Im Baugewerbe sind die Berufe mit der höchsten Raucherquote zu finden, während interessanterweise Lehrer und Landwirte zu den Berufsgruppen gehören, welche am wenigsten Rauchen.  Bei Jugendlichen ist die Zahl der Raucher im deutschsprachigen Raum besonders dramatisch. Bis zu knapp 40% der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren rauchen laut verschiedenster Studien. Österreich hat laut einer Studie der europäischen Kommission nach Griechenland die meisten Raucher. In Österreich rauchen 42% der Bevölkerung (über 15 Jahre alt).  Interessant ist auch, dass 82% der Raucher schon im Kindesalter damit begonnen haben.

Nikotin ist hauptverantwortlich für die süchtig machende Wirkung von Zigaretten. Allerdings versetzt die Zigarettenindustrie ihre Produkte mit Zusatzstoffen, um den Geschmack zu verbessern, welche auch gleichzeitig die Abhängigkeit erhöhen.

Der Sucht zu entkommen ist schwer.  Vor allem die ersten drei Tage ohne Zigaretten sind von starken Entzugserscheinungen geprägt. In den darauffolgenden Wochen werden diese deutlich schwächer, treten aber schubweise wieder auf. Hat man es doch geschafft, dann ist es meist wie bei Alkoholikern. Die erste Zigaretten (auch nach Jahren) kann wieder süchtig machen.

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